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Deutscher Familienverband

Landesverband NRW e.V.

Sehr geehrte Damen und Herren,


auf dem Weg, ihre Kinder und Jugendlichen ins Leben zu begleiten, stehen Eltern vor vielfältigen Herausforderungen. Seit geraumer Zeit spielt hier auch die Möglichkeit von islamistischer Radikalisierung eine Rolle. Zwischen Hinwendung zum Glauben und extremistischem Gedankengut zu unterscheiden, fällt Eltern teilweise nicht leicht.


Die interministerielle Arbeitsgruppe des Landes „Salafismusprävention“ befasst sich aktuell mit diesem Thema und wird einen Workshop „Eltern stärken - Radikalisieru ng Vorbeugen“ durchführen. Hierbei soll es darum gehen, die Bedarfe von Eltern zu ermitteln und Handlungsoptionen zu erarbeiten. Wir möchten Sie gerne mit Ihren Anregungen einbeziehen und laden Sie herzlich zur Teilnahme an diesem Workshop am

19. April 2018 von 10.00 Uhr bis 15.00 Uhr in Raum 1601 des Ministeriums für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration (MKFFI), Haroldstr. 4, 40213 Düsseldorf

ein.

Dabei sind Sie als Teilnehmerinnen und Teilnehmer in unterschiedlichen Rollen angesprochen, beispielsweise als Vertreter/innen von Elternverbänden, in Multiplikatorenfunktion und als Fachkräfte, die mit und für Eltern arbeiten.


Diskutieren Sie mit Vertreterinnen und Vertretern verschiedener Ministerien sowie Expertinnen und Experten, die vielfältige Zugänge zum Thema haben.
Mögliche Fragestellungen sind:

• In welchen Zusammenhängen / Systemen sind Eltern wie erreichbar?
• Welche Unterschiede müssen in Bezug auf den familiären Kontext berücksichtigt werden (z.B. Geschlecht, Migrationsgeschichte, Religiosität)?
• Welchen Beitrag können Eltern zur demokratischen Entwicklung ihrer Kinder leisten?
• Wie können Eltern sich an der Präventionsarbeit aktiv beteiligen?
• Welches Wissen und welche Unterstützung benötigen Eltern im Hinblick auf religiös begründeten Extremismus und Radikalisierung?

Ausgehend von diesen Fragestellungen möchten wir mit Ihnen darüber diskutieren, was an spezifischer Salafismusprävention in welchem Rahmen geleistet werden kann und sollte, ergänzend zur Arbeit innerhalb der Regelsysteme, wie Schule oder Jugendhilfe. Wir werden auch Gelegenheit haben, über die Entwicklung von Ansätzen und Maßnahmen zu beraten.
Fachlichen Input bieten:

Herr Prof. Dr. El-Mafaalani, Abteilungsleiter Integration im MKFFI, > Lebenswelten muslimischer Kinder und Jugendlicher
Herr Ugan, Kommunales Integrationszentrum Herne > Elternarbeit mit Vätern
Frau Wittmann, Beratungsstelle „Grenzgänger“ IFAK e.V. > Impulse für Regelsysteme
Frau Filiz, Leitung der KiTa Amana in Trägerschaft des BFmF e.V. > Stärkung muslimischer Eltern
Herr Berrissoun, 180 Grad Wende e.V. > Beratung, Begleitung und Stärkung von Eltern an praktischen Beispielen

Bitte melden Sie sich bis zum 13. April 2018 bei Frau Reißberg und Frau Dr. Waletzki (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! und Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) an.
Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme und die gemeinsame Diskussion.

Mit freundlichen Grüßen im Auftrag

Marie-Luise Hümpfner

Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen

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Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend hat am 4. August 2017 das "Informationstool Familienleistungen" – www.infotool-familie.de – freigeschaltet. Mithilfe dieses neuartigen digitalen Angebotes können (werdende) Eltern und Familien durch die Eingabe von nur wenigen Angaben herausfinden, welche Familienleistungen und ggf. weitere Unterstützungsangebote für sie in Frage kommen sowie wo und unter welchen Voraussetzungen diese beantragt werden können. Das spart eine Menge Zeit und unterstützt insbesondere diejenigen, die bis dahin noch keinen Überblick über das Angebot der familienpolitischen Leistungen hatten. Das Tool ist so konzipiert, dass es Stück für Stück weiter ausgebaut und an die aktuellen Gesetzeslagen angepasst werden kann. Es ist auch Tablet- und Smartphonetauglich.
 

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Zu arbeiten und Familie zu haben, ist heute Wunsch und Wirklichkeit für die meisten Mütter und Väter in Deutschland. Auch für einen Großteil der Kinder ist es selbstverständlich, dass beide Eltern berufstätig sind. Dass aber Mütter und Väter vollzeitnah arbeiten und ähnlich viel Zuwendungszeit für Kinder aufbringen, ist eher eine Seltenheit. Familien mit partnerschaftlichen Arbeitszeiten stehen im Mittelpunkt dieser Studie, und zwar aus Sicht der Kinder.

Wie erleben die Kinder ihre Eltern, die sich die Verantwortung für Kinder genauso teilen wie die Verantwortung, für das Auskommen der Familie zu sorgen? Wie leben und erleben sie ihre Eltern zwischen Familie und Beruf, ihre Arbeitszeiten und ihre Zeit für Familie? Wie erleben sie ihre Mütter und Väter als Bezugspersonen – und wie zufrieden sind sie damit?

Mit finanzieller Unterstützung des Bundesfamilienministeriums ist das Institut für sozialwissenschaftlichen Transfer (SowiTra) diesen Fragen in einem explorativen Forschungsprojekt nachgegangen und hat neue, erfrischende Einblicke gewonnen, die die Debatte um Vereinbarkeit bereichern.

Die in diesem Kurzbericht vorgestellten Erkenntnisse aus Interviews mit Eltern und ihren Kindern machen die Erfahrungswelten der Kinder wie auch die der Eltern anschaulich. Kinder wie Eltern überzeugen in klarer, unmittelbarer Sprache von einer partnerschaftlichen Vereinbarkeit, die zu einem guten Aufwachsen von Kindern und zu stabilen Familien beiträgt. Der Bericht zeigt auch, was Eltern dabei unterstützt, die gewünschte Partnerschaftlichkeit umzusetzen: eine gut funktionierende Ganztagsbetreuung für Schulkinder, flexible Arbeitszeitoptionen über das "Entweder-Oder" von Voll- oder Teilzeitstellen hinaus und finanzielle Unterstützung, damit Zeit für Familie nicht vom Geldbeutel der Eltern abhängt.

Ich nehme diese Ergebnisse als Orientierungspunkte für meine Politik: Alle Kinder sollen gut, mit engen Bindungen zu Müttern und zu Vätern aufwachsen können; Familien müssen in ihrem Zusammenhalt gestärkt werden. Partnerschaftliche Vereinbarkeit braucht die Unterstützung einer fortschrittlichen Familienpolitik.

Publiziert in Pressemitteilungen

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