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Deutscher Familienverband

Landesverband NRW e.V.

Freitag, 24 März 2017 12:24

Kommentar des Deutschen Familienverbandes NRW e.V. zur: JAKO-O – Bildungsstudie NRW 2017 Empfehlung

Bildungs- und familienpolitische Konzepte sind – mindestens für Eltern in NRW- von zentraler Bedeutung für ihre Wahlentscheidungen.

Herausragend an der Jako-o Bildungsstudie NRW 2017 ist die offenbar sehr positive Haltung der Eltern zu den großen aktuellen Bildungsaufgaben in NRW, Inklusion und Integration.

Nahezu alle befragten Eltern befürworten die Inklusion behinderter SchülerInnen in Regelschulen. Ein großer Teil möchte sogar, dass die Maßnahmen zur Umsetzung der Inklusion an Schulen in NRW beschleunigt werden.

Die meisten Eltern bestätigen, dass an den Schulen, die ihre Kinder besuchen, Flüchtlinge unterrichtet werden. Für diese Arbeit wünschen sich die Eltern eine Aufstockung der Lehrer; knapp die Hälfte erachtet sogar die derzeitigen Maßnahmen in NRW hierzu als nicht ausreichend. Über 80% sehen in der Integration von Flüchtlingskindern keine Einschränkungen für den erfolgreichen Schulbesuch ihrer eigenen Kinder.

Das Ergebnis der Studie belegt hier die große Solidarität der Elternschaft in NRW mit allen schwächeren und benachteiligten SchülerInnen.

Nicht bescheinigen können die Eltern der nordrheinwestfälischen Landesregierung Chancengleichheit für alle Kinder und Jugendlichen. Hier muss Vieles besser werden, damit Bildungsverläufe nicht von vorne herein durch prägende Nachteile belastet bleiben.

Nach Ansicht des Deutschen Familienverbandes NRW e.V. ist in diesem Zusammenhang die deutliche Forderung der Eltern nach mehr Ganztagsschulen zu sehen. Verlässliche Ganztagsschulen, die der Studie zufolge verstärkt gewünscht sind, können ebenso zu mehr Chancengleichheit beitragen wie die bessere bauliche und technische Ausstattung der Schulen, insbesondere in Städten und Gemeinden mit prekärer Haushaltslage und auch eine wirkliche Lehr- und Lernmittelfreiheit für alle SchülerInnen.

In der viel diskutierten Frage, Gymnasium mit G8 oder G9 zeigt die Studie eine Veränderung der bisher allgemein überwiegend ablehnenden Haltung der Eltern, hin zu einer Befürwortung offener Regelungen, die entweder schulweise oder auch individuell für jede Schülerin und jeden Schüler beide Möglichkeiten anbieten können.

 

Alle Infos bezüglich der Studie finden Sie im Übrigen in Form einer PDF-Datei, wenn Sie hier klicken.

Gelesen 665 mal Letzte Änderung am Freitag, 24 März 2017 11:31